Ostrzeżenie przed chciwością (Łk 12,13-21)

Warnung vor Habgier (Lk 12,13-21)

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Strona: 213 - 226

Publikacja w numerze: 31 (2011)

Autor: Krystian Ziaja

Streszczenie:

Habgier (gr. pleonexi,a lat. avaritia) ist eine der Grundschwächen des Menschen. Im Katechismus zählt sie neben dem Hochmut, der Eifersucht, dem Zorn, der Fressgier und der Faulheit zu den Hauptsünden. Die Habgier-Problematik, die das Thema der Abhandlung ist, wird an zahlreichen Stellen der Bibel angesprochen. (vgl. Hi 20,21-22; Sir 11,18-19; Mk 7,21-22; Röm 1,29-31; 1 Kor 5,10-11; 6,9-11; 2 Kor 12,20-21; Gal 5,19-21; Eph 4,31; 5,3-5; Kol 3,5-8; 1 Tim 1,9-10; 6,4-5; 2 Tim 3,2-5; Tit 3,5; 1 Petr 2,1; 4,3.15; Offb 9,21; 21,8; 22,15). Das Lukas-Evangelium beschäftigt sich mit der Problematik in dem analysierten Abschnitt 12,13-21. Die Auseinandersetzung mit den Themen des Reichtums, kritikloses Streben nach ihm, ist typisch für die „Theologie der Armut“, die vom Autor des dritten Evangeliums stammt. Die Passage Lk 12,13-21 ist der Anfang einer längeren Betrachtung über die schädlichen Folgen der Habgier im Leben der Schüler Christi und eigentlich im Leben eines jeden Menschen. Sie endet in 12,34 und kehrt in 12,45 zurück. Der im Artikel besprochene Abschnitt hat nicht als Ziel die Verurteilung der wirtschaftlichen Planung und setzt sich nicht gegen den Besitz materieller Güter ein. Er kritisiert jedoch den Übermaß eines selbstsicheren Egoismus, das fehlende Engagement im Handeln für einen anderen, im Bemerken eines anderen. Der Nächste wird in der Not nicht bemerkt. Der Held des Gleichnisses ist ein Mensch, der von materiellen Gütern und der Liebe zu sich selber besessen ist. Der reiche Narr verlor das Ziel des wirklichen Lebens, da er die göttliche Großzügigkeit im Geben nicht bemerkte. Das, was er erhielt — symbolisch — in der Form einer ertragreichen Ernte, sollte er weiter reichen — an Menschen in der Not. Die Warnung vor „Habgier“ (V. 15), die durch das Gleichnis (V. 16-20) betont wurde zusammen mit dem Gebot reich „bei Gott“ zu werden (V. 21) hat ein schönes Kommentar, oder anders gesagt erhielt eine konkrete Aussage in 1 Tim 6,17-19. Reiche werden aufgefordert zur Solidarität mit den Bedürftigen, damit sie sich wundervolle Wohltaten leisten können: „Den Reichen in dieser Welt, gebiete , dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, sich selber einen Schatz sammeln als guten Grund für die Zukunft, damit sie das Wahre Leben ergreifen“ (1 Tim 6,17-19). Die Erinnerung daran, dass alles, was mit der Verwirklichung des Lebens auf der Erde auf das ewige Leben ausgerichtet werden sollte, entspricht der Mahnung Jesu in Lk 12,33: „Verkauft, was ihr habt, und gebt Almosen. Macht euch Geldbeutel, die nicht veralten, einen Schatz, der niemals abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und den keine Motten fressen“. Die Jünger Jesu sollen ihr Herz nicht an vergängliche irdische Schätze binden. Mit Bedürftigen sollen sie teilen, was sie besitzen und dadurch ewige Werte erreichen, die niemand wegnehmen und stehlen kann. Wer sein irdisches Reichtum nutzt um barmherzig sein zu können, der kann auf „Beteiligung in der Auferstehung der Gerechten hoffen“ (vgl. Lk 14,12-14). Da wir die Habgier an uns erfahren, indem wir Habgierige treffen oder selber der Habgier erliegen — ist der Text Lk 12,13-21 in seiner Botschaft immer noch aktuell. Die Habgier entstellt die Hierarchie der Werte — sie ist wie vor tausenden Jahren, heute und wahrscheinlich leider auch in der Zukunft. Im Kontext der Worte: „wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?“ (Lk 12,20), soll man sich die Frage stellen: worum geht es wirklich im Leben? Möge die Antwort lauten: Es geht um die Entdeckung des Sinns des Lebens — in der Anerkennung Gottes, Gott ist, er existiert, er ist Herr und Geber von allem. Es geht auch um ein offenes Herz, das ermöglicht einen Bedürftigen zu bemerken, mit dem ich alles teile, was ich besitze. 

 

 

 

 

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